D-Mädchen des SVR erleben die Schande von Neuwied

D-Mädchen des SVR erleben die Schande von Neuwied
 
Kreispokal in Neuwied, harter Gegner, harter Platz aber kein Schiedsrichter. Nachdem Netze für die Tore und Schiedsrichter (bezahlter Platzwart) gefunden waren, konnte es ja losgehen.
 
Das der Pokal seine eigenen Gesetzte hat, nämlich so gut wie keine, schien eine Auslegung des Schiedsrichter zu sein. Die etwas zur Härte neigenden Neuwieder Spielerinnen, wurden zu keiner Zeit zurückgepfiffen, ach ja, konnte der Schiedsrichter ja gar nicht, hatte ja keine Pfeife. Und das war nicht das einzigste Handycap, was für ein Kalauer. Erklärung kommt gleich.
 
Na ja ob der Nichtahndung der, sagen wir einmal sehr großen körperlichen Präsenz der Neuwieder Spielerinnen, fühlten die sich dazu eingeladen alles zu geben. Unsere Mädchen waren zunächst ob der harten Gangart des Gegners mehr als überrascht und gingen immer zögerlicher in die Zweikämpfe. Die daraus resultierende Überlegenheit nutzten die Neuwieder-Mädchen zur 1:0 Führung, Mitte der ersten Hälfte.
 
Eine tolle Moral bewiesen unsere Mädchen die ungebrochen aus der Halbzeitpause kamen und dagegen hielten. Der Schiedsrichter blieb gewohnt unauffällig, aber Gott sei Dank hatte er ja sein Handy dabei, sonst wäre er doch glatt im Stehen eingeschlafen. Na Handycap. Ich find's lustig, wenn es sich nicht gerade um ein Mädchenfußballspiel im Pokal handeln würde und der Schiedsrichter eine Demonstration von Standfußball zeigen würde. Abseitsentscheidungen gibt es auf Zuruf von außen, da der gute Mann aufgrund seiner exponierten Position nicht immer alles im Blick hatte.
 
Mehr und mehr bekamen unsere Mädchen die Oberhand und erspielten sich einige gute Möglichkeiten und schließlich war es Lena, die 10 Minuten vor Spielende den hochverdienten Ausgleich schaffte. Jetzt war auch wieder der Schiri wach geworden und er erinnerte sich wohl das er mal weniger aufs Handy oder die umliegende Botanik achten sollte. Er erinnerte sich wohl auch, das man seine Position auch als
Unparteiischen bezeichnet. Das war aber jetzt seine Chance. Es gibt einen Freistoß. Oh welcher Hohn, nicht etwa gegen die um Härte bemühten Neuwiederinnen, nein für diese. Der Fußballgott hat ein Einsehen und läßt diese gefährliche Chance ohne Folgen bleiben.
 
Dann passiert es, ein Befreiungsschlag von Greta wird von einer Neuwieder-Spielerin zum wiederholten male mit dem Arm in der Luft abgefangen und die daraus resultierende Balleroberung, landet zum 2:1 für die Neuwieder im Netz. Die (O-Ton) Erklärung des Unparteiischen ist plausibel: Ein offensichtliches Handspiel, das aber nicht absichtlich sondern ein natürlicher Abwehrmechanismus war, das pfeifft man
noch nicht mal in der Bundesliga.
 
Bei soviel Kompetenz, muss man dann auch verstehen, das kurz nach dem irregulären Treffer für Neuwied der "Abpfiff" erfolgt. Was soll ich sagen, heißt halt so, obwohl in Neuwied der Ruf "Schluß" reicht. Das dann noch 2 Minuten bis zum Ende der regulären Spielzeit fehlten, fällt wohl auch unter die gesetzmäßigkeiten des Pokals. Spiel war ja entschieden.
 
Fazit
 
Es wurde auch Fußball gespielt und zwar mitreißender und spannender Fußball mit einem tatsächlichen und einem moralischen Sieger. Ich bin Stolz auf ein SVR-Team das nicht haderte über nicht vorhandene oder Fehlentscheidungen, sondern sehr viel Seele, Moral und nochmehr Fairness gezeigt hat.
 
Für die D-Mädchen des SVR haben heute gespielt:
 
Laura Bork, Charlotte Bork, Lilian Schumacher, Greta Classen, Merle Engelke, Michelle Höhngen, Emma Hopp, Lena Kloft, Alina Pastors, Maja Mitric